Absage St. Martins-Umzug 2020

Lange hat die Dorfgemeinschaft Hei on Klei gekämpft, am Ende gab es aber keine coronakonforme Lösung: In diesem Jahr wird die Gerichhausener Dorfgemeinschaft leider keinen St. Martins-Zug durchführen können. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, wäre es doch die letzte Veranstaltung gewesen, die die Dorfgemeinschaft in diesem Jahr noch hätte
durchführen können, bevor sich unsere Zwangspause im März 2021 jährt. Dennoch sind wir der Überzeugung, dass man nichts erzwingen muss“, erläutert Geschäftsführer Michael Jackels.

Der traditionelle St. Martins-Zug von Hei on Klei ist inzwischen schlichtweg zu groß, um ihn gemäß der erforderlichen Hygiene- und Abstandskonzept durchführen zu können. Bis zu 800 Teilnehmer zogen in den den vergangenen Jahren durch die Straßen, bewunderten das Martinsfeuer und freuten sich auf die Tütenausgabe des Vereins. „Die Option, den Zug zu teilen, egal ob mehrtägig oder mit einer Früh- und einer Spätschicht, hätte organisatorisch – beispielsweise aufgrund der notwendigen Anmeldungen – als auch finanziell einen enormen Mehraufwand bedeutet, und das ohne Garantie auf Erfolg, da die Kontrolle der Teilnehmer über den Zugweg hinweg nicht sicherzustellen gewesen wäre“, erläutert Jackels.

Neben der Größe des Zuges – ab 500 Teilnehmern wäre neben einem Hygienekonzept auch die Regelung der An- und Abreise der Teilnehmer sowie die Überwachung der Einhaltung der Maskenpflicht zwingend erforderlich gewesen – hätte es noch weitere Hürden gegeben, die auf die Dorfgemeinschaft gewartet hätten: Gemäß der Corona-Auflagen wäre das Abbrennen eines Martinsfeuer nicht erlaubt gewesen, die Zugteilnehmer hätten Martinslieder nur „summen“, aber nicht singen dürfen, und die Ausgabe der Martinstüten hätte nur unter bestimmten Voraussetzungen stattfinden können.

„Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr wieder die Möglichkeit haben, einen St. Martins-Zug zu organisieren. Ausdrücklich bedanken möchten wir uns bei Bürgermeister Michael Stock und der Verwaltung der Stadt Wegberg, die alles getan haben, um uns die Durchführung des Martinszuges
doch irgendwie möglich zu machen“, schließt Michael Jackels.